Translate my Blog

18.01.2017

Kolumne : Tinderstories.


"Ach scheiß drauf.", dachte ich, als ich im Oktober die App mit dem flammenden Logo installierte. Ich hatte 2016 bis dato kein einziges richtiges Date gehabt und langweilte mich schlichtweg zu Tode. Eine Woche später hatte ich einen neuen Freund und egal, ob es nun kein Happy End für uns gab, so hat sich meine Meinung zu Dating-Apps grundlegend geändert.

Klar, die meisten Paare lernen sich immer noch im Freundeskreis kennen, aber das funktioniert auch nur, wenn es in ebendiesem viele Singles gibt. Und sein wir mal ehrlich, im Alltag spricht doch kaum jemand sein Gegenüber an. Tinder & Co sind also nicht nur ein netter Zeitvertreib, weil sich dort natürlich auch allerlei Verrückte rumtreiben, sie sind vielleicht auch der Hoffnungsschimmer für die Generation Beziehungsunfähig. Auch, wenn sie wohl den faden Beigeschmack, dass wir uns wegen ihnen angeblich niemals mit dem zufrieden geben können, was wir haben, nicht abschütteln werden können.

Inspiriert von Luise habe ich heute auch ein paar meiner Highlights auf Lager, was mir bislang dort so passierte.

Das Klischee

Dating-Apps? Vor allem bei Tinder, da wollen die Typen doch eh nur das Eine. Lasst mich direkt eines klar stellen: Ich finde daran nichts Verwerfliches. Leben und leben lassen. Was jedoch mehr als daneben ist, ist die Tatsache, dass es immernoch Menschen gibt, die denken, sie kommen nur an schnellen Sex, wenn sie ihrem Gegenüber vormachen, sie wären an mehr interessiert. Selbiges dachte sich wohl auch der Typ, mit dem ich als erstes überhaupt auf Tinder matchte. Wir tauschten lange Nachrichten aus, die über Smalltalk hinausgingen, bis er von jetzt auf gleich der Meinung war, dass aber eine Fernbeziehung für ihn nicht in Frage käme. Fernbeziehung? Eine halbe Stunde Bahnfahrt entfernt? Gut, jedem das Seine. Für mich war das Thema damit durch, er ließ es sich aber nicht nehmen, mich noch zu fragen, ob man sich nicht wenigstens einmal unverbindlich treffen könnte. "Wenn's gut ist, kann man das ja auch wiederholen." - Casual Sex ist toll, aber sorry, Dude, so nicht!


Der, der am liebsten sofort heiraten will

Ich habe keinen Typ Mann. Das stellte sich auch heraus, als ich mit einem Mann matchte, der auf seinen Bildern scheinbar engere Hosen als ich selbst trug. Er schien nett zu sein, hatte Humor und wollte sich lieber schnell treffen, als ewig zu schreiben. Soweit so gut. Stutzig hätte ich aber vielleicht schon in dem Moment werden sollen, als er direkt über die Familienplanung quatschen wollte. Ich meine, abklären, ob man Kinder will oder nicht, das ist das eine. Aber quasi schon mal ausmachen, wie genau das alles laufen könnte? Ich wollte ihm dennoch eine Chance geben. Geplant war ein Treffen für ein Wochenende, bei dem ich ihm aber bereits vorher sagte, dass ich schon Pläne habe und nur spontan entscheiden kann, ob es wirklich klappt. Als ich ihm dann Samstagmittag sagte, dass das alles zeitlich zu eng liegt, hatte ich plötzlich eine beleidigte Leberwurst vor mir, die mir sagte, dass mir alles andere wichtiger wäre, als er. Natürlich kam auch hier ein Date gar nicht erst zustande, denn sein wir mal ehrlich: Von einer Frau zu erwarten, dass sie noch vor dem ersten Date bereits gemachte Pläne für jemanden, den sie doch gar nicht kennt, umschmeißt? Uncool.

Der alte Bekannte

Mir wurde in meinem Leben bislang nur einmal wirklich das Herz gebrochen. So richtig, dass es mir ewig nachhing und das, obwohl es damals weder zu einer Beziehung, noch überhaupt zu einem ersten Kuss kam. Ich hatte mich damals Hals über Kopf in ihn verknallt und dann herrschte plötzlich Funkstille. Ghosting at its best! Heute, mehr als 4 Jahre später, ich war gerade von meinem Exfreund getrennt, hatte Tinder eben erst wieder installiert, als ausgerechnet er mein erster Vorschlag war. Humor hat mein Leben, das muss man ihm ja lassen. Er stand zu seinem Fehler, schrieb, dass er schlichtweg Angst hatte. Es klingt wie ein Klischee, aber irgendwas, vielleicht war es etwas von dem, was er mal beiläufig erwähnte, sagte mir, dass es die Wahrheit war. Seitdem versuchen wir uns daran, Freunde zu sein. Ob es wirklich klappt? Who knows. Verrückt aber, wie das Leben manchmal so spielt.


10.01.2017

Foodlove: (Warmer) Feldsalat mit Nudeln


Ich liebe Essen. Vor allem liebe ich Salate und Pasta. Beides vereint ist also ein richtiges Träumchen für mich !
Wem es da genau so geht, für den habe ich heute ein easy peasy Rezept, bei dem mir, während ich den Post tippe, schon wieder das Wasser im Mund zusammenläuft...

All You Need (für etwa 4 Portionen)

1 Pck. Feldsalat
Ca. 250g Nudeln
1 Pck. Feta-Käse
Kleine Tomaten
2 EL Pesto (Ich habe mich in diesem Fall für das Pesto Ricotta E Noci von Barilla entschieden, es schmeckt aber auch zB mit Pesto Genovese sehr gut)
Pinienkerne
3 EL Olivenöl
3 EL weißer Balsamicoessig (bei dunklem Balsamico reichen 1-2 EL)




Während die Nudeln vor sich hinköcheln, wascht ihr den den Feldsalat und gebt ihn in eine große Schüssel. Würfelt die Tomaten und gebt sie zusammen mit dem zerkleinerten Feta, dem Olivenöl, dem Pesto und dem Balsamicoessig zum Feldsalat dazu. Ihr könnt die Pinienkerne zusätzlich in einer Pfanne ohne Fett anrösten, ist aber kein Muss. Die fertigen Nudeln und die Pinienkerne noch warm über den vorbereiteten Salat geben und kräftig durchmischen. Nach Belieben könnt ihr noch mit Salz und Pfeffer würzen.

Fertig ist ein Gericht, welches noch nicht einmal 20 Minuten eurer Zeit in Anspruch nimmt und welches sich auch am nächsten Tag noch bestens kalt genießen lässt. Lasst es euch schmecken! :)

04.01.2017

3 Dinge, die ich mir (nicht nur) für 2017 wünsche.


Hallo 2017. Hallo New Year - New Me Blah Blah.

Ich tue mich mit diesem alljährlichen Vorsätzekram schon immer schwer. Versteht mich nicht falsch, ich finde es super, wenn sich Menschen Ziele setzen, nur sein wir mal ehrlich, die meisten arbeiten daran doch kaum länger als Britney Spears' an ihrer 55-Stunden-Ehe. Nichtsdestotrotz habe ich Wünsche für 2017 - für mich und vielleicht auch alle anderen.

1. Heart & Head statt Head over Heart

Noch in meinem Jahresrückblick erzählte ich, dass ich mich verliebt hatte und wirklich fest davon überzeugt war, dass es tatsächlich ein klassischer Fall von "die richtige Person zur falschen Zeit war". Etwas, was für den Moment nicht funktioniert, aber vielleicht in der Zukunft wieder eine Zukunft hat. Denn gehört etwas zusammen, so findet es auch wieder zusammen - no matter what. Daran glaube ich wirklich, vielleicht ist das dieser kleine Hoffnungsschimmer der Generation Beziehungsunfähig. In diesem Fall nur leider Bullshit, wie sich dann herausstellte. Ich könnte nun also einfach alle Männer verteufeln, dramatisch All The Single Ladies mitperformen und dicht machen. Kopf über Bauch. Lief jahrelang ja schließlich ganz gut. Aber stop, bis hierhin und nicht weiter.

Der Kopf ist zwar ein guter Berater, wenn es um rationale Entscheidungen geht, aber nicht bei emotionalen. Eine Erkenntnis, die bei mir zwar auch erst schleichend kam, aber so verdammt wichtig ist. Roxette hatten da in den 1980ern schon recht, nur ergänzen wir es für 2017 doch ein wenig. "Listen to your heart but take your brain with you.".

Sagt mein Bauch, dass sich etwas richtig anfühlt, will ich darauf hören. Schaltet sich aber immer wieder der Kopf ein, kann da vielleicht dann doch etwas nicht stimmen. Ein gesunder Mittelweg, genau das richtige für die kommenden 12 Monate.


2. Talk (Dirty) To Me

Egal, ob man nun Gefühle für jemanden hat - oder aber eben nicht -, uns etwas an einer anderen Person stört oder aber, ob wir Sorgen mit uns herumtragen: Raus mit der Sprache! Spätestens, wenn uns jemand darauf anspricht, am besten aber von alleine.

Ja, wirklich zu sagen, was in mir vor sich geht, das fällt mir auch oft schwer. Es kann Angst machen, zu sich und dem, was man fühlt zu stehen, aber was haben wir denn schon zu verlieren? Sind wir einfach doch mal wieder offener und ehrlicher zueinander. Kommunikation ist alles und macht im Endeffekt doch vieles nur einfacher für uns und vor allem kommen wir so nicht in die altbekannte "Was wäre wenn?-Situation".

3. Positive Vibes

Warum versuchen wir uns 2017 nicht daran, Menschen, die uns Unrecht getan oder uns verletzt haben, einfach zu vergessen oder innerlich sogar Frieden mit ihnen zu schließen? Klar, das ist immer leichter gesagt als getan, aber niemand hat es verdient, dass wir mehr als die üblichen 2-3 Tränen wegen ihm verdrücken. Wir können weinen, müssen wir manchmal auch, aber dann müssen wir auch aufrechten Ganges weiter gehen.

Bereits in den ersten Tagen des neuen Jahres konnte ich merken, wie befreiend es ist, wenn man einfach keinen Groll mehr gegen solche Menschen hegt. Klar, kann man Rachepläne schmieden, ihnen die Pest an den Hals wünschen, aber bringt es etwas? Kaum. Mantra fürs neue Jahr ist deshalb: Denkt immer daran: Niemand ist euren Hass wert. Außer es ist Dolores Umbridge, dann geht das voll klar. 

16.12.2016

What happened in 2016


Noch 8 Tage bis Heiligabend, 15 sind's bis Silvester.

Ich habe mich in diesem Jahr dazu entschlossen, mich früher bei euch für die vergangenen 12 Monate zu bedanken und euch schon mal alles Gute fürs neue Jahr zu wünschen. Zurzeit fehlt mir schlicht die Motivation für neue Blogposts und da ich doch eher auf Qualität statt Quantität setzen möchte, wähle ich lieber diesen Weg, als euch lieblos abgekupferte Geschenke Guides (- bei mir gibt's eh fast für jeden Gutscheine =D -) oder halbherzige Festtagslooks auf Teufel komm raus zu zeigen.


2016 lief sicher nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. 
2016, das war nicht mein Jahr.

Ich musste feststellen, dass auch als Twentysomething nicht jeder ein Freund ist, der sich Freund nennt. Ich habe gelernt, dass ich loslassen muss. Ich war mutig, bin gesprungen, habe mich verliebt - heute weiß ich, dass es vielleicht zum falschen Zeitpunkt war. Vielleicht die richtige Person zur falschen Zeit. "What doesn't kill you makes you stronger!" Ich habe eine Bachelorarbeit geschrieben, war stolz auf mich. Ich bin weite Wege gegangen. Im Kopf. Da draußen. Viele Meter wegen virtuellen Monstern auf meinem Smartphone.


Ich performte leidenschaftlich zu Adele, tanzte zu den Vengaboys. Merkte, dass man sich auf die richtigen Leute immer verlassen kann - no matter what! Lernte, dass Freud und Leid nah beieinander liegen und dass Flohmärkte vielleicht nicht mein Ding sind. Ich habe zu viel getrunken - wieder mal. Ich habe geweint, gelacht, manchmal vielleicht nicht genug. Ein ewiges Auf und Ab.

Ja, das war es wohl. 
2016 war eine Achterbahnfahrt und ich bin gespannt, was die nächsten 12 Monate mit sich bringen. 
Für mich. für euch. Für uns.


18.11.2016

Inspiration : Fishnet Tights


Es gibt ja Kleidungsstücke, mit denen verbindet man wohl alles, aber nicht unbedingt, dass sie irgendwie modisch sind. Die Netzstrumpfhose war zumindest für mich immer so eines. Rotlichtmilieu, Emoszene, auf jeden Fall irgendwo dort angesiedelt, wo es mich jetzt nicht unbedingt hinziehen würde und ein Teil, was meiner Omi vermutlich so gar nicht an mir gefallen hätte.

Fishnet

Jumper - Mango // Jeans - H&M // Dress - Zara // Tights - Topshop // Boots - With Chic

Doch: die Netzstrumpfhose ist zurück und man sieht sie immer öfter an den Fashionistas dieser Welt, die beweisen, dass man mit ihr ganz und gar nicht verlottert oder nach Halloween aussehen muss, sondern wirklich en vogue rüberkommen kann.

Wer es eher leger mag und bei dem aktuellen Sauwetter nicht frieren mag, der kombiniert sie einfach zur destroyed Jeans, Booties dazu und ein kuscheliger Pulli drauf, fertig ist einer der Trendlooks für den Herbst / Winter 2016. Alternativ kann man auch auf Netzstrümpfe zurückgreifen, die besonders gut mit einer hochgekrempelten Hose und Loafers zur Geltung bekommen.

Netzstrumpfhosen lassen sich jedoch auf gut zum Kleidchen oder Rock tragen. Wichtig hierbei: Große Maschen passen gut zu hochgeschlossenen Teilen, kleine Maschen wirken bei heißeren Stücken besser.

 © https://www.instagram.com/andreeabirsan_/

© https://www.instagram.com/ninoscarletrose/

© https://www.instagram.com/yukasaur/

Bloglovin // Twitter // Facebook // Instagram